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Traditionen und Bräuche zur Hochzeit stammen vom alten Glauben, daß böse Geister uneingeladen zur Hochzeit kommen und das junge Glück verderben!
Dem verdanken wir heute noch unzählige Hochzeits-Rituale, die je nach Region anders gefeiert werden.
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Brautjungfern
Brautjungfern sorgten für die Verwirring der Geister. Sie trugen ähnliche Kleider wie die Braut. So gelang es den Geistern nicht die richtige Braut zu entdecken.
Lesen Sie hier mehr dazu. |
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Häcksel streuen
Eine Strohspur wurde vom Haus der Braut zum Haus des Bräutigams gelegt. Bei jedem Ex-Partner wurde so lange gestreut, bis der Verflossene eine "Stärkung" spendiert hat. |
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Brautlauf
Lange Zeit war es üblich, daß die Braut mit dem Bräutigam um die Wette lief.
In ländlichen Regionen ist es heute noch so üblich. Allerdings laufen da die Gäste von der Kirche zum Gasthaus.
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Polterabend
Der Polterabend galt als Schutzritual. Das Zerschlagen von Porzellan und Ton vor der Trauung sollte Glück und Wohlstand bringen.
Wichtig war das Zerschmettern des Geschirrs. Der Krach sollte böse Geister in die Flucht schlagen.
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Hochzeitssuppe
In manchen Gegenden wurde das ganze Dorf zur Hochzeit geladen. So kamen leicht 200 - 300 Personen zum Fest. Zum Essen gab es die Hochzeitssuppe, eine sämige Suppe mit viel Gemüse und Rindfleisch. Da niemand so viele Löffel besaß, brachten die Gäste sich ihren eigenen, besonders schönen Hochzeitslöffel mit. Am Ende wurde er an der Tischdecke abgewischt und wieder mitgenommen. Bis zum nächsten Mal! |
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Obstbaum pflanzen
Kurfürst August (1553-1586) hatte zur Förderung des Obstbaus in Sachsen angeordnet, daß jedes heiratende Paar einen Obstbaum pflanzen mußte! |
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Tragen über die Schwelle
Dieser Brauch sollte Geister bannen. Unter der Türschwelle hausen böse Kobolde, so war die Überzeugung früher. Das Tragen über die Schwelle sollte es verhindern, daß diese sich die Braut griffen.
Dabei trägt der Bräutigam seine Braut über die Schwelle des neuen gemeinsamen Heims.
Heute wird abgewandelt die Braut über die Scwelle des Hochzeitszimmers getragen. - Also, am Hochzeitstag weniger Essen!
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Das Holzsägen
Dieser Brauch kann entweder nach der Kirche, dem Standesamt oder vor der Abfahrt in die Flitterwochen von Freunden und Angehörigen inszeniert werden. Ein Baumstamm versperrt den Weg des Paares und sie müssen den Stamm mit vereinten Kräften durchsägen. Die Symbolik des Brauches will darauf hinweisen, das der Weg ins Glück manchmal voller Hindernisse ist, und nur gemeinsam mit Mut und Liebe überwunden werden kann.
Statt Baumstamm kann natürlich auch ein dicker Ast zersägt werden.
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Der Hochzeitskuchen, Hochzeitstorte anschneiden
Das Anschneiden des Hochzeitskuchens gehört zu den ältesten Ritualen der Hochzeitsfeier . Schon im alten Rom wurde das Teilen des Hochzeitskuchens als Ritual für göttlichen Kindersegen vollzogen. Es ist auch heute noch einer der Höhepunkte der Hochzeitsfeier.Oft benutzt man ein mit einer Schleife verziertes Messer. Man beachte: Wer beim Anschneiden die Hand oben hat, wird auch in der gemeinsamen Ehe das Sagen haben.
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Den Brautschuh versteigern
Beim Brautschuh versteigern können alle mitmachen. Jeder Bieter zahlt die Differenz zum gebotenen Betrag von seinem Vorgänger . Einer der Gäste geht mit einem Hut herum und sammelt das Geld ein. Natürlich muss der Bräutigam beim Steigern mithalten und am Schluss alle überbieten.
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Latschen treten
Die Eheleute versuchen, sich in Pantoffeln auf die Füße zu treten. Wer es zu erst schafft, hat sozusagen die "Hosen" an. Der Andere steht sprichwörtlich unter dem Pantoffel!
Die Pantoffeln waren früher eine Hochzeitsgabe für die Braut. Später erhielten alle weiblichen Gäste Pantoffeln geschenkt.
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